Eine gute Form geht nicht verloren

Obwohl es nur 14 Jahre existierte, wirkt die Idee, die Philosophie des Gestaltens, bis heute fort. Kunst und Leben sollten als Einheit verstanden, die Trennung der drei Künste Malerei, Skulptur und Architektur aufgehoben werden. Ebenso die Trennung zwischen Kunst und Kunsthandwerk; die Wiederbelebung des Handwerks, der Handarbeit, wurden angestrebt. Die Gesellschaft sollte ein neues, modernes Ge­bäude erhalten, ganz ohne den Tand der vergangenen Kaiserrepublik. Als das Bauhaus 1933 unter dem Nationalsozialismus geschlossen wurde, wanderten viele Bauhäusler aus und trugen die Idee weiter. „Nur eine Idee hat die Kraft, sich so weit zu verbreiten,“ stellte der letzte Bauhausdirektor Ludwig Mies van der Rohe rückblickend fest. Der Einfluss des Bauhauses ist auch heute noch präsent. Viele zeitgenössische Gestalter, Architekten, Möbel-und Grafikdesigner sowie Künstler und Kunsthandwerker, greifen die Idee auf und entwickeln sie weiter.

Neue „alte Bekannte“

Das Satztisch-Set „B 9“ präsentiert sich in der „Pure Materials“-Line im zeitgemäßen Look mit Tischplatten aus geöltem Holz (Bild oben links, www.thonet.de). Leichter, flexibler, kleiner und farbenfroh: Der Klapptisch „K10“ von Erich Brendel erhielt von Tobias Groß ein neues Gesicht (www.bauhausnowhaus.de, Bild oben rechts). „BauhausNowhaus“ ist ein Experiment des Traditionsunternehmens Tecta, das sich der Erhaltung der besten Bauhaus-Entwürfe verschrieben hat: Mit der Neuinterpretation einiger Klassiker sollen nicht nur die Ideen und Möbel, sondern auch die Begeisterung von damals ins Heute übertragen werden.

Auch der Sessel „F51“ (Bild unten links) oder der Faltsessel „D4“ (Bild unten rechts) wurden neuinterpretiert. Dass Klassiker immer modern bleiben, bestätigt der „Kubus“-Sessel: Er ist neun Jahre älter als das Bauhaus, aber schon ganz auf der klaren Linie (Bild ganz oben, Kubus Sofa, www.wittmann.at).

 

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