Jetzt geht es ab ins Beet

… und mit der passenden Vorgehensweise sowie den richtigen Hilfsmitteln, kann beinahe überall – auch im urbanen Umfeld – erfolgreich ge­gärtnert werden. Wichtig ist in erster Linie die rechtzeitige Aussaat und Anzucht, die in unseren Breiten meist in die Monate Februar bis April fällt. Denn nur dann haben die Pflanzen genug Zeit zum Wachsen. Zu dieser Jahreszeit müssen die jungen Setzlinge noch vor der Kälte geschützt werden. Gleichzeitig benötigen sie aber ausreichend Licht, Luft und eine möglichst konstante Feuchtigkeit.

Pflanzglocken und -tunnel

Wenn kein Gewächshaus vorhanden ist, können Pflanzglocken oder -tunnel (Bild rechts oben, www.garantia.de) zum Einsatz kommen. Sie schützen optimal die jungen Pflanzen vor Kälte und Schädlingen. So wird der biologische Eigenanbau von Gemüse oder Kräutern zum Kinderspiel. Außerdem sind sie eine gute, nachhaltige Alternative zu Abdeckungsfolien, da diese durch Wind und Wetter schnell porös werden und daher auch meist häufiger ausgetauscht werden müssen. Zudem können sich die Folien durch starken Wind lösen und im schlimmsten Fall einfach wegfliegen. Anzuchts­glocken und -tunnel können übrigens während der gesamten Wachstumsphase stehen bleiben. Wasserdurchlässige Mulden im Deckelbereich sorgen für eine gleichmäßige Bewässerung der Jungpflanzen und überschüssiges Wasser kann an den Seiten ablaufen. Durch integrierte Belüftungsöffnungen wird unter der Abdeckung ein wachstumsförderndes Mikroklima erreicht. Das begünstigt das Pflanzenwachstum und steigert im Falle des Gemüseanbaus später die Erträge. Ein weiterer Vorteil: Ungebetenen Gästen, wie Schnecken oder Vögeln, wird der Zugang zur Salatbar verwehrt.

Praktische Helfer: Pflanzen säen mit Anzuchttöpfen

Pflanzen können entweder mit Hilfe von Anzuchttöpfen oder Kokos-Quelltabletten (Bild oben, www.romberg.de) ausgesät werden. Die Handhabung ist dabei bei beiden Verfahren sehr einfach und praktisch. Das Anzüchten mit Anzuchttöpfen funktioniert folgender Maßen:

  1. Die Anzuchttöpfe werden zu Beginn in ein Zimmergewächshaus gestellt.
  2. Danach werden diese mit hochwertiger Anzuchterde bis ca. 1 cm unter den Topfrand befüllt.
  3. Nun die Töpfe mit der Anzuchterde vorsichtig bewässern. Nach dem Quellvor­gang muss unbedingt das überschüssige Wasser entfernt werden.
  4. Jetzt werden die Samen auf der Anzuchterde verteilt. Hinweise auf der Verpackung des Saatgutes dabei stets berücksichtigen. Danach die Samen mit einer dünnen Schicht Anzuchterde abgedecken.
  5. Wenn diese Schritte durchgeführt wurden, sollte das Zimmergewächshaus an einem hellen und warmen Ort gestellt werden. Während der Wachstums- und Keimungszeit die Anzuchttöpfe feucht halten, aber stauende Nässe unbedingt vermeiden. Regelmäßiges lüften ist dabei ein fester Bestandteil. Für einen optimalen Luftaustausch die Haube täglich für kurze Zeit entfernen.
  6. Sobald die Pflanze kräftige Triebe entwickelt haben, die Anzuchttöpfe in das vorbereitete Gartenbeet oder einen größeren Pflanztopf umpflanzen. Den Anzuchttopf dabei nicht entfernen, da sonst die Wurzeln der Pflanzen schaden nehmen könnten. Der Anzuchttopf besteht aus natürlichen Bestandteilen und zersetzt sich in der Erde nach einiger Zeit.

Hochbeete voll im Trend

Gärtnern kann aber nicht nur im klassischen Garten. Inzwischen haben sich Hochbeete (Bild rechts oben, www.hauert-duenger.de) auf Balkonen, im Hinterhof oder auf den Terrassen etabliert. Denn immer mehr Menschen in den Städten haben Spaß daran, ihr eigenes Gemüse anzubauen und wollen auch ihren Kindern zeigen, wie Kohlrabi, Wirsing und Co. gedeihen. Hochbeete bieten sich fürs „Urban Gardening“ besonders an, denn sie versprechen reiche Ernte auf kleiner Fläche. Darüber hinaus haben sie noch weitere Vorteile: Die erhöhten Pflanzbereiche lassen sich rückenschonend im Stehen bewirtschaften und Schnecken und Kaninchen haben es schwer, an die Gewächse heranzukommen. „In der Regel liegt die Arbeitshöhe von Hochbeeten bei 70 bis 100 Zentimetern“, erläutert Judith Bircher, Gartenbauingenieurin beim Schweizer Düngerspezialisten Hauert. „Grundsätzlich lasse sich zwei Arten unterscheiden: Es gibt Kästen mit einem geschlossenen Boden, die den Vorteil haben, dass man sie auch auf betonierten oder asphaltierten Flächen aufstellen kann, und solche, die nur aus einem Rahmen bestehen, der nach unten zum Erdreich offen ist. So können sich die wichtigen Bodenorganismen uneingeschränkt bewegen und überschüssiges Wasser problemlos ablaufen. Um Wühlmäusen und anderen Nagern den Weg ins Hochbeet zu versperren, ist es hier allerdings sinnvoll, den unteren Bereich mit Maschendraht auszukleiden.“ Für alle, die kleinere Beete anlegen möchten, empfehlen sich steckfertige Bausätze, die es aus Holz, Aluminium oder Kunststoff im Fachhandel gibt. Wenn man hingegen eine große Pflanzfläche mit individuellen Maßen plant, sind Steine oder Terrakotta die richtigen Baustoffe. Der ideale Standort für das Hochbeet ist ein sonniger, windgeschützter Platz.

Pflanztipp: Stauden

Damit der Garten neben einer reichen Obst- und Gemüseernte auch mit schönen Blumen locken kann, können nach dem letzten Frost (meist Ende Februar) Gräser, Farne oder spätblühende Stauden wie z.B. Herbstchrysan­themen eingepflanzt werden. Sie müssen übers Jahr gut einwurzeln, bevor sie in den ersten Winter gehen. staudenmix.de

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