Großes Haus für kleines Geld?

Ein Fertigkeller mit Einliegerwohnung ist die Lösung

Eine einfache Rechnung: Wer ein Haus bauen möchte, benötigt Geld. Wie diese vermeintlich einfache Gleichung aber ein Stück weit aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, rechnet Johannes Bürkle von der Güte­gemeinschaft Fertigkeller (GÜF) vor: „Wer sein Haus mit einem hochwertigen Fertigkeller plant anstatt ohne Keller zu bauen, erhält 40 Prozent mehr Wohnfläche mitsamt Innenausbau zu nur rund 20 Prozent höheren Kosten. Wer seinen Keller dann auch noch als Einliegerwohnung herrichtet, darf sich nicht nur über mehr Platz, sondern zum Beispiel auch über Mieteinnahmen freuen.“ Die Zeit des dunklen und feuchten Kellers ist vorbei. Längst hat sich das immer schon als praktisch, aber nicht immer als komfortabel wahrgenommene Stockwerk von seinem früheren Erscheinungsbild verabschiedet. „Ein moderner Fertigkeller wird hochwertig und individuell nach den Vorstellungen des Bauherrn geplant, industriell vorgefertigt und binnen weniger Tage aufgebaut“, so Bürkle. Das RAL-Gütezeichen Fertigkeller bescheinigt den GÜF-Mitgliedsunternehmen und somit auch dem Bauherrn, dass das Untergeschoss aus witterungsunabhängigen und millimetergenauen Betonelementen zudem garantiert qualitätsgeprüft ist.

Individuell geplante Wohnfläche

Eine hochwertige und individuelle Keller­lösung mit Einliegerwohnung kann beispielsweise eine Außentreppe sowie eine separate Haustüre vorsehen. Wenn Freunde oder mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach wohnen möchten, bietet sich hingegen eine Innentreppe als Schnittstelle zwischen Erd- und Untergeschoss an. Die Raumaufteilung in einem Fertigkeller kann dabei ebenso individuell umgesetzt werden wie in den oberen Stockwerken. Wer ein Haus in Hanglage errichtet, kann das Untergeschoss außerdem ebenerdig zu Einfahrt und Straße problemlos als barrierefreie Wohnung gestalten, in der zunächst die Kinder und später die älter werdenden Eltern oder Großeltern häuslich betreut und versorgt werden können. Hinzu kommt ein deutlich vergrößerter Handlungsspielraum für eine sich jederzeit ändern könnende Familienkonstellation. Wer darauf nicht untätig warten möchte, kann die Einliegerwohnung auch zunächst vermieten und sich über einen Zuschuss für die Haushalts- oder Urlaubskasse freuen. Und sollte das Haus eines Tages verkauft werden müssen, so ist es mit Keller garantiert mehr wert und besser verkäuflich.

Expertentipp: Bauherren sollten rechtzeitig vor dem Hausbau Kontakt zu ihren Versorgungsunternehmen aufnehmen. Aus Sicherheitsgründen muss der Hausanschlussraum für die Anschlüsse von Gas, Elektro und Trinkwasser zwar frostfrei und abschließbar sein. Wer mit Keller baut, stellt diesen Zustand aber meist deutlich früher her als bei einem Hausbau auf Bodenplatte. So oder so gibt der Austausch mit den örtlichen Dienstleistern aber Planungssicherheit für das weitere Bau- und Umzugsvorhaben. Weitere Informationen zur Planung und den Vorteilen eines Kellers, sowie Adressen von Fertigkellerbau-Unternehmen finden sich unter: www.kellerbau.info


Finanztipp: Wer beim Hausbau steuerlich von den Vorteilen einer Einliegerwohnung profitieren möchte, muss darauf achten, dass die entstehenden Kosten der jeweiligen Wohneinheit zugeordnet werden können. Auch muss die Einliegerwohnung räumlich klar vom Rest des Hauses abgetrennt sein sowie über einen eigenen Eingang verfügen. Einen weiteren geldwerten Vorteil bietet die separate Einliegerwohnung dank des KfW-Förderprogramms „Energieeffizient Bauen“: Wenn die energetischen Vorgaben für beide Wohneinheiten eingehalten werden, so können Bauherren auch Förderungen und Tilgungszuschüsse für beide Einheiten beantragen, also womöglich doppelt profitieren. Aktuell beträgt der Förderhöchstbetrag 120.000 Euro je Wohneinheit. www.kfw.de

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